Konzeption
Das diesjährige sechste Loccumer Forschungskolloquium setzt die Tradition fort, eine andere Tagungs- und Kommunikationskultur zu entwickeln, in der ein Forum geschaffen wird, um Wissenschaft als gemeinsame Arbeit (hier: in Form von kunstdidaktischen Ateliergesprächen) zu praktizieren. Dabei stehen erneut die eigenen Forschungsfragen, insbesondere auch des wissenschaftlichen Nachwuchses, im Mittelpunkt. Das Ziel dieser Tagung ist, deren Bruchstellen, Ungereimtheiten und offene Fragen zu thematisieren. Dies soll vor dem Hintergrund geschehen, die Kulturen der Forschungskommunikation an den Nahtstellen der Kunstpädagogik auszuloten.
Es geht darum, am ‘Rohmaterial’ die eigene Forschungspraxis zu reflektieren und in Aspekten zur Diskussion stellen. Wünschenswert ist deshalb mehr die Thematisierung von noch brüchigen Zusammenhängen, akuten Fragen und methodischen Vorgehensweisen. Die jeweilige Planung und Konzeption eines Kolloquiums findet unabhängig von institutionellen Anbindungen und Betreuungsverhältnissen statt.
Die Erfahrung der letzten Kolloquien hat gezeigt, dass ein konstruktives Weiterdenken der Forschungsprojekte innerhalb ihrer jeweils vorgegebenen inhaltlichen wie institutionellen Rahmenbedingungen erst durch eine bestimmte Haltung der Vortragenden und Zuhörenden sowie Mitdenkenden möglich wird. Um dafür die nötigen Bedingungen zu schaffen, ergeben sich folgende strukturelle Entscheidungen:
- Vielfalt der Beiträge
- Vortragsweise und Präsentationsmodus wird von den Autoren bestimmt (z.b. 20-30 Minuten Vortrag mit anschließender Diskussion, oder ein sofortiges Gespräch mit Informationseinschüben)
- offene individuelle Nutzung des Kolloquiums
- im Vorwege zugesandte/ins Netz gestellte Abstracts und ggf. Materialien
- begrüßenswert: konkrete gemeinsame Arbeit am Material eines Beitrages (z.B. Anwendung eines empirisches Verfahrens, um es kennen zu lernen)
- Teilnehmerzahl zwischen 12 und 15
- Bücher- und Materialtisch
